Homöopathieausbildung – Berufliche Möglichkeiten Welches Wissen benötigt der professionelle Homöopath? Die Kenntnisse über die homöopathische Heilweise setzen sich aus verschiedenen Teilgebieten der Homöopathie zusammen. Benötigt werden Kenntnisse über: Kenntnisse das theoretische Grundgebäude der Homöopathie Ähnlichkeitsregel, Potenzierung, Arzneimittelprüfung am Gesunden (werden in diesem Studienbrief besprochen) Beurteilung der Patientenreaktion (Studienbrief 11) Kenntnisse über die besondere Art und den Ablauf homöopathischer Fallaufnahmen (Studienbrief 4) Kenntnisse über die Grundsätze der Symptomenbewertung Wenn Sie beispielsweise 30 Symptome eruiert haben, so müssen Sie die besten unter ihnen "herausfischen". Mit ihnen wird dann repertorisiert. (Studienbrief 5) Kenntnisse über die Benutzung des Synthesis-Repertoriums. Wegen der unglaublichen Fülle an Informationen, die in den großen Repertorien niedergeschrieben sind, ist ihre sichere Handhabung nicht ganz so einfach. Nur durch wiederholte Übungen erhalten Sie letztendlich die Sicherheit und Erfahrung, die Sie zum erfolgreichen Therapieren benötigen. (Studienbrief 2 und alle Repertorisationsübungen des Lehrgangs), dazu die zusätzlichen Studienbriefe A und B, die als Anhang zur Lektion 3 und 4 positioniert wurden und die sich eingehend mit der Struktur und den Griffregisterrubriken des Synthesis beschäftigen. Kenntnisse über die Wirkung der verschiedenen homöopathischen Arzneimittel und ihrer Potenzen. Der Homöopath hat schließlich als Ergebnis seiner Repertorisation mehrere Mittel in die engere Wahl gezogen. Welches einzelne Mittel jetzt nun wirklich das Simile, also das ähnlichste und wahlanzeigende ist, bestimmt häufig nicht mehr das Repertorium (z.B. immer dann, wenn nach der Repertorisation mehrere Mittel mathematisch gleichwertig in die engere Wahl gekommen sind). Hier ist ein umfangreiches und gesichertes Wissen der homöopathischen Arzneimittellehre vonnöten. Zur Potenzwahl wird erst im Lehrbrief 10 Stellung genommen. Lehrbrief 3 enthält eine Einführung in die Materia medica und eine kurze Darstellung einiger wichtiger Mittel. Die weiteren Informationen über die jeweiligen genannten Mittel müssen Sie den Arzneimittellehren entnehmen (der Lehrbrief 2 enthält eine eingehende Besprechung der Literatur). Von praktischen Fällen losgelöste Abhandlungen über Arzneimittelbilder wären (außer im Studienbrief 3) im vorliegenden Lehrgang überflüssig, da genügend Literatur zu diesem Thema vorhanden ist (siehe Lehrbrief 2). Um ein "Gespür" für ein Mittel zu bekommen, um seine "Essenz", wie es VITHOULKAS ausdrückt, wahrzunehmen, bedarf es schon beträchtlicher praktischer Erfahrung. Diese kann ergänzt werden durch Mittelbeschreibungen, die in reale Fälle eingebettet sind. Literatur dazu gibt es bei EICHELBERGER, "Klassische Homöopopathie", Haug-Verlag. Eichelberger benutzt in seinen Besprechungen das Kent- bzw. das Kent-Praktikum-Repertorium (werden beide im nächsten Lehrbrief vorgestellt). Da das von uns benutzte Synthesis-Repertorium auf der Kentschen Gliederungsstruktur aufgebaut ist, dürfte die Nachrepertorisation relativ unkompliziert sein. Kenntnisse über die Auseinandersetzung in der homöopathischen Wissenschaft mit der Theorie der chronischen Erkrankungen (Miasmenlehre) Anfängern kann die Auseinandersetzung mit der homöopathischen Miasmenlehre nicht empfohlen werden, da sie zu kompliziert ist und ihn nur verwirren würde. Nach einiger Zeit der Therapieausübung merkt aber jeder Homöopath, dass gewisse konstitutionelle Schwächen und tiefer liegende Erkrankungen akute Zustände immer wieder auflodern lassen. Die Therapie der jeweils akuten Symptomatik führt nicht unbedingt zur Ausheilung der Erkrankung. Hahnemann stand nach einigen Jahren der Therapieausübung vor den gleichen Fragen. In jahrzehntelanger Arbeit schuf er eine Theorie gewisser Grunderkrankungen, denen jedes chronische Leiden zugeordnet werden kann. Dann überprüfte er die damals vorhandene Materia medica, ob sie auf die Symptome der Grunderkrankungen passen. Das mehrbändige Werk Hahnemanns, "Die chronischen Krankheiten", enthält Texte zur Theorie der chronischen Krankheiten, in der Hauptsache aber die Arzneimittellehre derjenigen Mittel, die Bezüge zu den Symptomen der postulierten Grundkrankheiten haben. Potentiell alle Mittel der Materia medica haben die Eigenschaft, Langzeitwirkungen hervorzurufen. Diese Langzeitwirkungen kennenzulernen und auf die Symptomatik chronischer Krankheitsprozesse zu beziehen, ist Ziel der Lehre von den chronischen Krankheiten. Im Lehrbrief 2 werden Literaturhinweise zu älteren und neueren Autoren gegeben. Halten Sie sich an Hahnemanns Prinzip: "Macht´s nach, aber macht´s genau nach!" Trauen Sie sich erst nach einiger Zeit der Erfahrung an die Theorie der chronischen Krankheiten heran. Kenntnisse der Materia medica Wichtig für spätere Behandlungserfolge ist das Studium der Materia medica, also der homöopathischen Arzneimittelbilder. Im Laufe des Lehrgangs werden Sie häufiger dazu aufgefordert, sich eingehend mit der Arzneibildern zu beschäftigen. So wird unter "Optimales Lernen" am Anfang dieses Lehrbriefes die Schaffung eines Karteikartensystems von Arzneimittelbildern empfohlen. Darüberhinaus werden im dritten Lehrbrief einige "große" Mittel kurz vorgestellt. Auch wird häufig am Ende der besprochenen Fälle dazu angehalten, sich eingehend mit den Mitteln, die in die engere Wahl gekommen sind, zu beschäftigen. Weitere Abhandlungen über spezielle Arzneibilder sind in diesem Lehrgang allerdings fehl am Platze, diese bieten die homöopathischen Materiae medicae an, die Sie sich als studienbegleitende Literatur anschaffen sollten. Mehr zu den einzelnen empfohlenen Büchern im Lehrbrief 2. Austausch mit anderen Homöopathen Mitunter gibt es verschiedene Ansätze, an einen Fall heranzugehen. Für den Homöopathen kann es deshalb durchaus von Nutzen sein, sich mit Kollegen in Gesprächsgruppen zu treffen. Im zweiten Lehrbrief werden Adressen solcher Gesprächsgruppen genannt. Mehr Informationen zur Homöopathieausbildung erhalten Sie auf www.btb.info/homoeopathie. Unser aktuelles Studienprogramm mit weiteren Informationen sowie den Unterlagen zur Studienanmeldung erhalten Sie unter www.btb.info/infoanforderung.

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